Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR Zur notwendigen Selbstkritik des Antifaschismus

Donnerstag, 18. Februar 2016, 19.30 Uhr

Im Laboratorium
Wagenburgstraße 140,70186 Stuttgart
erreichbar mit den Bus-Linien 40, 42 und 56 (Haltestelle
Wagenburgstraße) oder mit der Stadtbahn-Linie 4 (Haltestelle Ostendplatz).

Vortrag und Diskussion mit Harry Waibel

Einst waren sie Staatsgeheimnis, bis heute werden sie verleugnet und verdrängt: Mittlerweile sind über 8000 neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda- und Gewalttaten in der DDR belegt. Seit 1990 gab es über 250 Tote und tausende Verletzte durch rechte Gewalttaten und die Täter kommen, gemessen an der Einwohnerzahl, im Verhältnis 3:1 aus dem Osten. Die antifaschistischen Kräfte vermochten bisher nicht, auf diese Entwicklung nennenswerten Einfluss zu nehmen. Höchste Zeit für Selbstkritik antifaschistischer Theorie und Praxis.

Harry Waibel ist Historiker und Diplom-Pädagoge. Veröffentlichungen u.a.: Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR, 2011 und Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED. Rassismus in der DDR, 2014

Eine Veranstaltung von contain‘t und Emanzipation und Frieden