content/contain't http://containt.blogsport.de Vortrag & Diskussion bei contain't Mon, 14 Mar 2016 15:54:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zur Psychologie des Islamischen Staates Vortrag und Diskussion mit Felix Riedel http://containt.blogsport.de/2016/03/14/zur-psychologie-des-islamischen-staates-vortrag-und-diskussion-mit-felix-riedel/ http://containt.blogsport.de/2016/03/14/zur-psychologie-des-islamischen-staates-vortrag-und-diskussion-mit-felix-riedel/#comments Mon, 14 Mar 2016 15:50:17 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2016/03/14/zur-psychologie-des-islamischen-staates-vortrag-und-diskussion-mit-felix-riedel/ Donnerstag, 17. März 2016, 19.30 Uhr,
Stiftung Geißstr.7, Geißstr.7, 70173 Stuttgart

Der Islamische Staat hat die Barbarei weder erfunden noch auf neue Gipfel getrieben – das Köpfen, die Massenerschießungen, die ethnische Säuberung, das sind altbekannte Gespenster der bürgerlichen Revolutionen, der faschistischen Regimes, der demokratischen Peripherien in Übersee, ohnehin der anderen islamischen Staaten. Auch die Sklaverei ist eine globale und insbesondere in der islamischen Welt bereits vorher häufige Erscheinung.
Das Neue an der Praxis des Islamischen Staates, und damit seiner Psychologie, lässt sich in der historischen, dialektischen Situation bestimmen, in der er gedeiht. Das Globale ist das Reformistische am Islamismus, Resultat der Lücke, die der Untergang des kommunistischen Projekts in den Millionenmorden der stalinistischen Diktaturen hinterließ. Die Demokratien des Westens vermögen eine solche Einheit, wie sie der tote Kommunismus und der Islam versprechen, nicht einzuholen, weil sie das individuelle Glücks- und Freiheitsversprechen der kapitalistischen Entrepreneurs und der globalen Besserverdienenden nicht in ein allgemeines verwandeln können. Die eigentliche Pathologie des Islamischen Staates heute ist mit der der bürgerlichen Demokratien vermittelt: Ihre Schwäche, die zum Zuschlagen reizt, ihre unfassbaren Widersprüche, die den Salafisten so vieles am Islamischen Staates logischer, klarer und einfacher erscheinen lassen. Eine komplementäre, dialektische Analyse der psychologischen Faktoren des Islamischen Staates erfordert die Reflexion auf vergleichbare Prozesse in den bürgerlichen Demokratien. Erst dann lässt sich über die Faszination am Abschneiden, am Voyerismus, am Ornament der schwarzbeflaggten Masse sprechen. Die sado-masochistische Kollaboration von Frauen an ihrer eigenen Zurichtung zu Objekten, die homoerotische Organisation der Männerbanden und ihre femininen Attribute verweisen auf die verdrängte Homosexualität als zentrale Triebkraft der Gewalt, auf Mutterhass und damit als Hass auf den Triebkonflikt selbst, auf den Wunsch nach narzisstischer Auflösung und Reinheit (Grunberger/Dessuant). Der islamische Staat selbst ist bereits eine Reduktion des Salafismus auf den Takfirismus, die Legitimation zum Mord an Andersdenkenden. Dieser extreme Dogmatismus ist ein alter Bekannter der Religionsgeschichte und kann mit Theodor Reik als Resultat des Zweifels, des ungeglaubten Glaubens (Adorno/Horkheimer), und letztlich als Effekt des andauernden, religiöse Stilblüten treibenden, Tod-Gottes-Problems erklärt werden.

Felix Riedel ist Ethnologe (Dr. phil.) und hat über moderne Hexenjagden promoviert. Er führt das Blog „Nichtidentisches“ und arbeitet zur Gewaltanthropologie insbesondere des Islamismus und des Antisemitismus. felixriedel.net

Eine Veranstaltung von Contain’t und Emanzipation und Frieden in Kooperation mit der Stiftung Geißstraße 7
contain‘t und Emanzipation und Frieden in Kooperation mit der Stiftung Geißstraße 7

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Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR Zur notwendigen Selbstkritik des Antifaschismus http://containt.blogsport.de/2016/02/15/antisemitismus-rassismus-und-neonazismus-in-der-ddrzur-notwendigen-selbstkritik-des-antifaschismus-vortrag-und-diskussion-mit-harry-waibel/ http://containt.blogsport.de/2016/02/15/antisemitismus-rassismus-und-neonazismus-in-der-ddrzur-notwendigen-selbstkritik-des-antifaschismus-vortrag-und-diskussion-mit-harry-waibel/#comments Mon, 15 Feb 2016 16:37:09 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2016/02/15/antisemitismus-rassismus-und-neonazismus-in-der-ddrzur-notwendigen-selbstkritik-des-antifaschismus-vortrag-und-diskussion-mit-harry-waibel/ Donnerstag, 18. Februar 2016, 19.30 Uhr

Im Laboratorium
Wagenburgstraße 140,70186 Stuttgart
erreichbar mit den Bus-Linien 40, 42 und 56 (Haltestelle
Wagenburgstraße) oder mit der Stadtbahn-Linie 4 (Haltestelle Ostendplatz).

Vortrag und Diskussion mit Harry Waibel

Einst waren sie Staatsgeheimnis, bis heute werden sie verleugnet und verdrängt: Mittlerweile sind über 8000 neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda- und Gewalttaten in der DDR belegt. Seit 1990 gab es über 250 Tote und tausende Verletzte durch rechte Gewalttaten und die Täter kommen, gemessen an der Einwohnerzahl, im Verhältnis 3:1 aus dem Osten. Die antifaschistischen Kräfte vermochten bisher nicht, auf diese Entwicklung nennenswerten Einfluss zu nehmen. Höchste Zeit für Selbstkritik antifaschistischer Theorie und Praxis.

Harry Waibel ist Historiker und Diplom-Pädagoge. Veröffentlichungen u.a.: Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR, 2011 und Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED. Rassismus in der DDR, 2014

Eine Veranstaltung von contain‘t und Emanzipation und Frieden

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Autorenlesung mit Erich Später http://containt.blogsport.de/2015/10/21/autorenlesung-mit-erich-spaeter/ http://containt.blogsport.de/2015/10/21/autorenlesung-mit-erich-spaeter/#comments Wed, 21 Oct 2015 15:53:51 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/10/21/autorenlesung-mit-erich-spaeter/ Mittwoch, 18. November 2015, 19.30 Uhr

Im Laboratorium
Wagenburgstraße 140,70186 Stuttgart
erreichbar mit den Bus-Linien 40, 42 und 56 (Haltestelle
Wagenburgstraße) oder mit der Stadtbahn-Linie 4 (Haltestelle Ostendplatz).

Autorenlesung mit Erich Später

Der Dritte Weltkrieg – Die Ostfront 1941 bis 1945
siehe
http://www.conte-verlag.de/politik/sp-ter-der-dritte-weltkrieg
Anschließend Diskussion
Erich später schreibt u.a. für konkret und ist Geschäftsführer der
Heinrich-Böll-Stiftung Saarland

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„Das Volk will Frieden!“ Zur Kritik der Mahnwachen-Bewegung Vortrag und Diskussion mit Laura-Luise Hammel http://containt.blogsport.de/2015/08/10/das-volk-will-frieden-zur-kritik-der-mahnwachen-bewegung/ http://containt.blogsport.de/2015/08/10/das-volk-will-frieden-zur-kritik-der-mahnwachen-bewegung/#comments Mon, 10 Aug 2015 14:04:10 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/08/10/das-volk-will-frieden-zur-kritik-der-mahnwachen-bewegung/ Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, Stuttgart Contain’t-Gelände, Güterstr.10, Stuttgart-Bad Cannstatt

Anfang 2014 sorgte auf deutschen Marktplätzen und Online-Plattformen eine neue Soziale Bewegung für Aufsehen. Mit dem Leitthema der Forderung nach „Frieden“ befasste sie sich mit politischen und wirtschaftlichen Krisen, der Rolle der Medien aber auch mit allerlei esoterischen Themen. Kritiker werfen der Mahnwachen-Bewegung Verschwörungsmythologie, Antisemitismus und die Bildung einer neurechten Querfront vor.

Wie entstand die Bewegung? Wer sind ihre Protagonisten, was treibt die Anhänger an und was ist dran an den Vorwürfen?

Die Referentin hat Politikwissenschaft, Geschichte und Kulturanthropologie in Mainz studiert. In ihrer Magisterarbeit untersuchte sie das Sagbarkeitsfeld der Bewegung der Mahnwachen auf verschwörungsmythologische Muster und Anknüpfungspunkte zu bekannten antisemitischen und antiamerikanischen Ressentiments.

Eine Veranstaltung von contain‘t und Emanzipation und Frieden

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»Der Despotismus der Freiheit«. Über revolutionäre Moral und das Glück des Einzelnen in Georg Büchners Dantons Tod. Vortrag und Diskussion mit Sebastian Tränkle http://containt.blogsport.de/2015/06/20/der-despotismus-der-freiheit-ueber-revolutionaere-moral-und-das-glueck-des-einzelnen-ingeorg-bueuechners-dantons-tod-vortrag-von-sebastian-traenkle/ http://containt.blogsport.de/2015/06/20/der-despotismus-der-freiheit-ueber-revolutionaere-moral-und-das-glueck-des-einzelnen-ingeorg-bueuechners-dantons-tod-vortrag-von-sebastian-traenkle/#comments Sat, 20 Jun 2015 15:01:45 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/06/20/der-despotismus-der-freiheit-ueber-revolutionaere-moral-und-das-glueck-des-einzelnen-ingeorg-bueuechners-dantons-tod-vortrag-von-sebastian-traenkle/

Über revolutionäre Moral und das Glück des Einzelnen in Georg Büchners „Dantons Tod“

Freitag, 10. Juli 2015, 19.30 Uhr, Stuttgart auf dem Contain‘t-Gelände, Güterstr. 10, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

In Georg Büchners Dantons Tod (1835) wird ein zentrales Problem aller revolutionären Politik dramatisiert: Der Konflikt zwischen Moralprinzipien, die zur Legitimation ihrer Maßnahmen dienen und dem Glücksstreben der einzelnen Individuen. Büchners Drama – in der Sprache so unerhört modern, dass man bisweilen meinen möchte, es nehme Brecht vorweg – seziert in geradezu ideologiekritischer Manier die jakobinischen Moralvorstellungen und ihre blutigen Konsequenzen. Aus der historischen Rückschau lässt das zur terroristischen Endzeit der Französischen Revolution situierte Stück gar Fluchtlinien hin zum Großen Terror des Stalinismus erkennen. Vor dem Hintergrund der beiden historischen Erfahrungen wird die Fragwürdigkeit politischer Moral deutlich. Mit einem Seitenblick auf Oscar Wilde soll ihr schließlich eine materialistische Absage erteilt werden: Dort wo nur für »die Sache« gekämpft wird, statt für das eigene Glück, ist die Revolution schon an den Revolutionären gescheitert; oder: wo der Glücksanspruch des Einzelnen umstandslos der Durchsetzung allgemeiner Prinzipien geopfert wird, führt sich jeder Versuch zur Befreiung selbst ad absurdum.Von Sebastian Tränkle ist ein Aufsatz zum Thema erschienen: »Polizeisoldat des Himmels. Über revolutionäre Moral und die Negation des individuellen Glücksanspruchs«, in: Hendrik Wallat (Hg.), Gewalt und Moral. Eine Diskussion der Dialektik der Befreiung, Münster: Unrast 2014. Der Vortrag möchte mit dem Essay auch das Buch vorstellen.

Sebastian Tränkle ist u. a. als freierAutor tätig und lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung von contain‘t und Emanzipation und Frieden

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Fracking: Was kommt da alles hoch? Die politische Ökologie steht auf irrationalem Grund http://containt.blogsport.de/2015/06/09/fracking-was-kommt-da-alles-hoch-die-politische-oekologie-steht-auf-irrationalem-grund/ http://containt.blogsport.de/2015/06/09/fracking-was-kommt-da-alles-hoch-die-politische-oekologie-steht-auf-irrationalem-grund/#comments Tue, 09 Jun 2015 07:01:44 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/06/09/fracking-was-kommt-da-alles-hoch-die-politische-oekologie-steht-auf-irrationalem-grund/

Vortrag und Diskussion mit Jörg Huber am Montag, den 15. Juni, um 19.30 Uhr in Stuttgart-Bad Cannstatt, Stadtteiltreff Veielbrunnen, Morlockstr. 18

Von apokalyptischen ökologischen Warnungen geht eine stetige Anziehungskraft aus. Sie klingen prophetisch, stützen sich jedoch zugleich immer auf wissenschaftlich begründete Befunde oder Prognosen. Breite ökologische Diskussionen sind nicht ohne angedrehte Aufregung aber eben auch nicht ohne detailreiches Expertenwissen vorstellbar. Diese Mischung aus teils archaischen, teils hochmodernen Konzepten zeigt sich aktuell in der Diskussion über die Methode Fracking. Davor ließ sie sich beim Tauziehen um den Ausstieg aus der Kernenergie verfolgen, der Klimawandel ist schon ein Dauerthema. Die politische Ökologie gewinnt seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts an Bedeutung. Erinnert sei an die hanebüchenen Prognosen des “Club of Rome” vor weltweiter Hungersnot und Rohstoffknappheit infolge einer “Bevölkerungsexplosion” und die aus dem Ruder gelaufenen Ängste vor einer in den achtziger Jahren zunehmenden Umweltverschmutzung – Stichwort “Waldsterben”.

Da in allen diesen Debatten tatsächliche Probleme eine Rolle spielen, lassen sie sich nicht als einfach nur hysterisch abtun, wie das gerade von marktliberaler Seite gern geschieht. Der Marktliberalismus will aus Prinzip von möglichen Grenzen des Wachstums überhaupt nichts wissen, mehr als das Material für das Kapital war Natur für ihn noch nie.

Die wissenschaftliche Fundierung ökologischer Argumente wiederum erweist sich so oft als unsauber, dass erst einmal nichts anderes übrig bleibt, als bei jedem Thema zwischen verzerrter realitätsgerechter Einsicht und wissenschaftlich verpacktem Aberglauben zu unterscheiden.

Das ökologische Denken lernt offensichtlich selbst nichts aus seinen Fehlern. Daher stellt sich die Frage, was ihm immer wieder aufs Neue die Weltuntergangsvisionen eingibt. Schon am demagogischen Duktus ökologischer Mahner und Warner entzündet sich dabei der Verdacht, dass ihre Sorge weniger dem Wohl der Natur und der von ihr abhängigen Menschheit als vielmehr einer verlogenen politischen Mobilisierung gilt. Der aktuell verstärkt propagierte Traum einer nachhaltigen Produktion, die unter Einsatz sparsamer kybernetischer Methoden einen harmonischen Einklang mit der Natur anvisiert, ist aber nicht mehr als das kitschige Idealbild des aktuellen gesellschaftlichen Zustandes, der mit einem scheinbaren Rekurs auf die Natur verteidigt wird. Ökologisches Problembewusstsein speist sich aus verschobener Krisen- und Abstiegsangst. Der Sehnsucht nach einem organischen Einklang mit der Natur entspricht daher eine Theorieentwicklung, die gegen alle Vernunft davon ausgeht, dass der Kapitalismus sich in ein ökologisch und sozial kontrollierbares Kreislaufsystem verwandeln ließe. Das ist nicht nur logisch unmöglich, allein schon die Intention ist erschreckend.

Eine Veranstaltung von Contain’t und Emanzipation und Frieden

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Richard Wagner und der Antisemitismus: Judenkarikaturen im „Ring des Nibelungen“ – Vortrag und Diskussion mit Hermann Engster http://containt.blogsport.de/2015/04/25/richard-wagner-und-der-antisemitismus-judenkarikaturen-im-ring-des-nibelungen-vortrag-und-diskussion-mit-hermann-engster/ http://containt.blogsport.de/2015/04/25/richard-wagner-und-der-antisemitismus-judenkarikaturen-im-ring-des-nibelungen-vortrag-und-diskussion-mit-hermann-engster/#comments Sat, 25 Apr 2015 21:00:44 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/04/25/richard-wagner-und-der-antisemitismus-judenkarikaturen-im-ring-des-nibelungen-vortrag-und-diskussion-mit-hermann-engster/

Donnerstag, 21. Mai um 19:30 Württembergischer Kunstverein, Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart

Wagners „Ring des Nibelungen“ erzählt, verfremdet durch die Einkleidung in germanische Mythen, die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft. Es geht im „Ring“ um die Kritik von Herrschaft, Ausbeutung, religiösem Zwang und um die Vision einer Gesellschaft freier Menschen. Verdüstert wird diese Freiheitsutopie allerdings durch Wagners Antisemitismus, wie er sich in den Judenkarikaturen des Alberich und Mime ausdrückt. Dies soll nicht nur im Text, sondern auch in der Musik selbst
ausgewiesen werden, und das anhand von Szenen von auf DVD dokumentierten Inszenierungen. Wagners Musik ist eine Musik von rauschhafter Leidenschaft, betörender
Schönheit und großem Gedankenreichtum. Sie aber unreflektiert zu genießen – das meint: ohne sich ihre antisemitischen Implikationen bewusst zu machen – erscheint eingedenk der Shoah, des Mordes an den europäischen Juden, nicht angemessen. Das Problem ist zu diskutieren, wie die Musikdramen zu hören seien, damit trotz dieser Verdüsterungen ihr emanzipatorischer Gehalt bewahrt und ihre künstlerische Größe gewürdigt werden können. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer möchte, kann sich jedoch zuvor anhand eines Opernführers mit der Handlung des „Rings“ vertraut machen.

Hermann Engster studierte Nordistik und Germanistik, promovierte in der Nordistik, war Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Skandinavischen Institut der Universität Göttingen und publiziert zur mittelalterlichen nordischen und zur dänischen Literatur. Seit einigen Jahren ist er Dozent an der Universität des dritten Lebensalters der Uni Göttingen.

Eine Veranstaltung von Contain‘t und Emanzipation und Frieden [www.emafrie.de]

Zur Homepage des Veranstaltungsortes: www.wkv-stuttgart.de

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»Recht auf Stadt« oder »Recht auf Urbanität«? Vortrag und Diskussion zu »Urbanität«, »Provinzialität« und »Bildung« (Referent: Claus Baumann) http://containt.blogsport.de/2015/03/22/recht-auf-stadt-oder-recht-auf-urbanitaet-vortrag-und-diskussion-zu-urbanitaet-provinzialitaet-und-bildung-referent-claus-baumann/ http://containt.blogsport.de/2015/03/22/recht-auf-stadt-oder-recht-auf-urbanitaet-vortrag-und-diskussion-zu-urbanitaet-provinzialitaet-und-bildung-referent-claus-baumann/#comments Sun, 22 Mar 2015 18:27:13 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/03/22/recht-auf-stadt-oder-recht-auf-urbanitaet-vortrag-und-diskussion-zu-urbanitaet-provinzialitaet-und-bildung-referent-claus-baumann/

Donnerstag, 9. April um 19:30 Contain‘t Güterstr. 10, 70372 Stuttgart

Macht Stadtluft frei oder stinkt sie? Sie mache frei, behauptet der französische Philosoph Henri Lefebvre und fordert deshalb ein »Recht auf Stadt«. Damit verbindet er die Vorstellung eines Rechts nicht marginalisiert und nicht aus dem urbanen Raum verdrängt zu werden. Aber welche Vorteile bietet das städtische Leben? Theodor W. Adorno behauptet, dass die Bildung zur Mündigkeit notwendigerweise mit Urbanität zusammenhängt. Denn die Beschränkung von Bildung durch Provinzialität schränke zugleich die Möglichkeit von Emanzipation ein; im Extremfall stoßen sogar „die ländlichen Verhältnisse … ihre Enterbten in die Barbarei“.

In seinem Vortrag beleuchtet Claus Baumann den Zusammenhang von urbanem Leben und emanzipatorischer Bildung. Dabei werden auch Reprovinzialisierungstendenzen im städtischen Leben kritisch zur Sprache kommen, wie etwa die »Verkiezung« städtischer Bereiche zu sogenannten »Szenevierteln«.

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Pädagogik für Arier: Die Grundlagen der Waldorfschule – Vortrag und Diskussion mit Peter Bierl http://containt.blogsport.de/2015/02/18/paedagogik-fuer-arier-die-grundlagen-der-waldorfschule-vortrag-und-diskussion-mit-peter-bierl/ http://containt.blogsport.de/2015/02/18/paedagogik-fuer-arier-die-grundlagen-der-waldorfschule-vortrag-und-diskussion-mit-peter-bierl/#comments Wed, 18 Feb 2015 15:24:56 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/02/18/paedagogik-fuer-arier-die-grundlagen-der-waldorfschule-vortrag-und-diskussion-mit-peter-bierl/ Montag, 9. März 2015, 19.30 Uhr, Stuttgart

Stadtteiltreff Veielbrunnen, Bad Cannstatt Morlockstraße 18, 70372 Stuttgart

Vortrag und Diskussion mit Peter Bierl, München, Journalist und Buchautor

Hautcreme für Babypopos von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die Weltanschauung, die dahinter steckt. Der Journalist Peter Bierl, Autor des Buches „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister“ (Neuausgabe 2005), beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Anthroposophie und ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher präsentierte, von Anhängern als „Menschheitsführer“ und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die „weiße Rasse“ am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell seien und zersetzend wirkten. Die Deutschen rechnete der Guru einer „fünften Wurzelrasse der Arier“ zu, die Jahrtausende führend sein soll. In Steiners Welt spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, er mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum mit darwinistischen Evolutionsvorstellungen und bürgerlichem Kulturpessimismus. Getreu ihrem Meister erklären Anthroposophen heute Tsunami und Reaktorkatastrophe in Fukushima als karmischen Ausgleich für einen angeblich besonderen Materialismus der Japaner. Solche bizarren Vorstellungen prägen die Waldorfschule, ihre ideologische Grundlage ist die Idee von Reinkarnation und Karma. Lehrer werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. In einem Buch, das zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen wurde, heißt es: „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“

Eine Veranstaltung von Contain‘t und Emanzipation und Frieden [www.emafrie.de]

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Arthur Moeller van den Bruck als Vorläufer des Nationalsozialismus und Ahnherr der „Neuen Rechten” http://containt.blogsport.de/2015/01/18/arthur-moeller-van-den-bruck-als-vorlaeufer-des-nationalsozialismus-und-ahnherr-der-neuen-rechten/ http://containt.blogsport.de/2015/01/18/arthur-moeller-van-den-bruck-als-vorlaeufer-des-nationalsozialismus-und-ahnherr-der-neuen-rechten/#comments Sun, 18 Jan 2015 12:07:29 +0000 Administrator Allgemein http://containt.blogsport.de/2015/01/18/arthur-moeller-van-den-bruck-als-vorlaeufer-des-nationalsozialismus-und-ahnherr-der-neuen-rechten/ Montag, 2. Februar 2015, 19.30 Uhr, Stuttgart

Buchtreff: Büchergilde, Charlottenstraße. 1, 70182 Stuttgart

Vortrag und Diskussion mit Jörn Schulz

Wie kaum ein anderer stand der deutsche Kulturkritiker Arthur Moeller
van den Bruck (1876–1925) für eine „alternative Moderne von rechts“, die
sich jenseits einer liberal-fortschrittlichen Demokratisierung
entwickelte. Dr. Volker Weiß (Hamburg) widmet sich dem Leben und Werk
dieses Schriftstellers zwischen Wilhelminischem Reich und Weimarer
Republik, der Autoren wie Oswald Spengler, Hans Grimm und Carl Schmitt
beeinflusste und bereits früh an der Legende um die „Idee von 1914“
mitwirkte. Diese “Idee” sollte als Gegenentwurf zur “Idee von 1789″ den
historischen Auftrag der Deutschen im Ersten Weltkrieg umreißen, eine
Konstruktion, die noch bis in den Nationalsozialismus fortwirkte. Heute
wird das Werk Moeller van den Brucks vor allem in der intellektuellen
Rechten gepflegt, finden sich darin doch wichtige Bausteine, die gerade
in jüngster Zeit bei den strategischen Köpfen der extremen Rechten
wieder en vogue sind. Sie reichen von einem drastischen Antiliberalismus
bis zur Forderung nach einer Abkehr vom Westen und einem Bündnis mit
Russland – und auch die “Idee von 1914″ erfreute sich wieder großer
Beliebtheit, wie die rechten Revisionsversuche der Weltkriegsgeschichte
zeigen.

Der Referent ist Historiker und Literaturwissenschaftler und publizierte
2012 eine umfassende Monographie zu Arthur Moeller van den Bruck. Er ist
zudem Autor von “Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von
Spengler bis Sarrazin“ (2011) sowie, als Herausgeber, zusammen mit
Claudia Globisch und Agnieszka Pufelska: „Die Dynamik der europäischen
Rechten. Geschichte, Kontinuitäten und Wandel“ (2010). Er schreibt
regelmäßig für “Die Zeit” und “Jungle World”.

Siehe auch auf Facebook

Eine Veranstaltung von Contain’t und Emanzipation und Frieden

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